STOICISM: ein FP7 Forschungs- und Innovationsprojekt

    Ein bedeutendes Innovations- und Forschungsprojekt (STOICISM), gestartet im Programm FP7 für “Neue umweltfreundliche Konzepte zur Mineralienaufbereitung”

    Mitte 2011 als Antwort auf den Fehlbestand einiger Mineralien auf den globalen Märkten und die extrem steigenden Rohstoffpreise hat das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (FP7) die Ausschreibungen für große Projekte unter dem Dach der Nanowissenschaften, Nanotechnologien, Werkstoffe und neue Produktionstechnologien (NMP) gestartet, welche “NMP.2012. 4.1-1: Neue umweltfreundliche Konzepte zur Mineralienaufbereitung” umfasste.  Die EU-Rohstoffinitiative und die Strategie Europa 2020 haben erkannt, dass die Effizienz aller Rohstoffe verbessert werden soll, um möglichst unabhängig und selbsttragend bleiben zu können. Die übergeordneten Ziele dieser Politiken sind die Entwicklung neuer, innovativer und sauberer, ressourceneffizienter Mineralaufbereitungswege und –technologien, um die Rohstoffe im industriellen Mineralienbereich besser einzusetzen. Das Angebot soll den kompletten Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung bis zum hochwertigen marktgängigen Material eines oder mehrerer ausgewählter metallischer, industrieller Mineralien oder Baumineralien.

    Sustainable Technologies for Calcined Industrial Minerals (Nachhaltige Technologien für kalzinierte industrielle Mineralien) (STOICISM)) hat zwei äußerst konkurrenzfähige Ausschreibungsrunden (insgesamt 187 Angebote) durchgemacht, bevor grünes Licht für die Finanzierung im Juni 2012 gegeben wurde. Das Projekt erstreckt sich über 4 Jahre, die Eröffnung fand im Januar 2013 in Spanien statt.

    Das STOICISM-Konsortium wird von der Imerys, eine  bedeutende Industriemineralien herstellende Gesellschaft geführt, und besteht aus 17 Partnern, umfassend 8 KMU aus 8 verschiedenen europäischen Ländern. Einen entscheidenden Beitrag zu dieser multidisziplinären Plattform haben einige Universitäten, fachbezogene KMU und Körperschaften, eine Industrievereinigung sowie Institute für angewandte Technologieforschung und Forschungsinstitute.

    Ein Schwerpunkt des STOICISM-Projekts ist die Entwicklung nachhaltiger und innovativer Lösungen für Mineralaufbereitungswege mit Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes einiger kalzinierter Industriemineralien mit Rücksicht auf die gesamte Versorgungskette von der Gewinnung, Abfallverwertung und Optimierung der Funktionalität für die Endkunden. Insbesondere die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationstechnologien (FEI) werden zur Aufbereitung, Trocknung und Kalzinierung der Mineralien getestet, vor allem Kieselgur (KG), Perlit und Ton sowie werden neue Technologien zur Energieerzeugung ausgewertet. Schließlich werden die implementierten Prozesse  auf andere Industrieminieralien leicht übertragbar sein.